Freitag, 11. August 2017

Rezension: Die achte Wächterin von Meredith McCardle

Die achte Wächterin

von Meredith McCardle
Band 1 der Zeitenspringer Dilogie
Im Original "The Eight Guardian"
übersetzt von Diana Bürgel
Genre: Zeitreise - All Age

Verlag: IVI - Piper
Seitenzahl: 416
Taschenbuch: 16,99
Ebook: 9,99

1. Auflage: Mai 2015




Verlagsinfo
 

Wer auf eine geheime Spezialschule der Regierung geht, den sollte eigentlich nichts mehr wundern. Dennoch fällt die junge Amanda aus allen Wolken, als eine mysteriöse Geheimorganisation sie rekrutiert und vorzeitig vom College holt. Noch viel unglaublicher ist jedoch, dass diese Organisation namens Annum Guard echte Zeitreisen unternimmt! Seit Jahren optimiert sie unsere Vergangenheit. Bisher bestand sie aus sieben Wächtern, doch nun soll ein achtes Mitglied hinzukommen - Amanda. Wieso ausgerechnet sie ausgewählt wurde, ist ihr schleierhaft. Tatsache ist jedoch: Ist man einmal in der Organisation, bleibt man dort für immer. Amanda muss lernen, bei Annum Guard klarzukommen - mit den Zeitreisen, der furchtbaren Zicke Yellow und mit dem mysteriösen Blue. Doch Amanda kommt einer gefährlichen Verschwörung auf die Spur ...




Meine Meinung
 

Das Buch hab ich jetzt schon so lange vor mir her geschoben - dabei hatte ich mich total drauf gefreut, denn die vielen Meinungen, die ich dazu gesehen hatte, sind durchwegs positiv!

Man wird auf den ersten Seiten auch direkt in die Geschichte geworfen. Die Protagonistin Amanda, die aus der Ich-Perspektive erzählt, ist Anwärterin auf einen Agentenjob der amerikanischen Regierung. Wahrscheinlich ausgewählt, weil ihr Vater ebenfalls an Geheimaufträgen teilnahm - Amanda jedenfalls hatte das Angebot der Peel Acadamy hauptsächlich angenommen, um mehr über ihren Vater zu erfahren; denn er starb unter mysteriösen Umständen, als sie sieben Jahre alt war.

Die Handlung geht flott voran und Amanda landet recht schnell in der noch geheimeren Geheimorganistion Annum Guard. Den Zeitenspringern, die in die Vergangenheit reisen, um kleine Änderungen vorzunehmen, die zwar keine großen Auswirkungen haben, aber den Lauf zumindest verbessern sollen.

Das war irgendwie schon das erste Manko, mit dem ich mich die ganze Zeit nicht anfreunden konnte. Veränderungen jeder Art, und sei sie noch so gering, können richtig große Konsequenzen nach sich ziehen und das wurde nicht wirklich zur Sprache gebracht. Auch andere kleine Logikschnitzer sind mir aufgefallen, die mich immer wieder gestört haben und über die ich nachgegrübelt habe - das hat mich leider durch das ganze Buch begleitet, was meine Begeisterung hier ein bisschen gebremst hat.

Amanda ist zu diesem Zeitpunkt erst 16 - das irritiert mich immer irgendwie, vor allem wenn es um solche höchst Top-Secret Organisationen geht. Vielleicht wollen sie ihre "Agenten" so jung, um sie formen zu können, andererseits werden sie schon auf Missionen geschickt, wo sie viel vermasseln können und gerade im Teenageralter ist man ja auch etwas rebellisch, aber gut. 
Amanda wird jedenfalls nicht gut in der Ammun Guard aufgenommen und sie fühlt sich dort überhaupt nicht wohl. Die Abneigung, die ihr von allen entgegenschlägt, ist nicht einfach für sie und natürlich vermisst sie ihren Freund Abe, der ebenfalls auf der Peel Academy war und mit dem sie von einer gemeinsamen Zukunft beim FBI oder der CIA geträumt hatte. 
Da die Organisation so ein hohes Sicherheitslevel hat, ist ihre Chance gleich Null, Abe jemals wieder zu sehen, doch ihre Versuche ihn zu vergessen, scheitern schon im Ansatz. Aber da ist noch Indigo, ein Mitglied der Ammun Guard, der als einziger auch mal ein nettes Wort für sie übrig hat. 
Sich jedoch mit privaten Problemen auseinander zu setzen, fehlt ihr schlicht die Zeit, denn sie wird ständig gefordert, was sie auf einige Ungereimtheiten stoßen lässt. Wie groß dessen Ausmaße sind, kann sie noch nicht erfassen, aber sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft bis zum Letzten, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. 

Insgesamt war es ein gutes Tempo mit vielen kleinen Spannungsmomenten, einer taffen Protagonistin und Überraschungen. Aber es gab auch Szenen, bei denen ich schon wusste, wie sie ausgehen werden, was ihnen leider den Reiz und mir die Leselust genommen hat. Diese Momente gibt es natürlich öfter in Büchern, wenn man weiß, wie es enden wird, aber hier hat mich das dazwischen einfach desöfteren nicht so mitreißen können.
Im letzten Drittel überschlagen sich dann die Ereignisse und es kommt zu vielen großen Enthüllungen, trotzdem bleibt noch genug offen für den zweiten Band, den ich auf jeden Fall noch lesen werde. 
Auch wenn es mich nicht ganz überzeugen konnte, haben mir die Ideen und der zugängliche Schreibstil gut gefallen. Und natürlich bin ich neugierig wie es enden wird, denn da soll ja noch eine große Überraschung warten.

Zusammengefasst
 

Thematik: Sich nicht unterkriegen lassen und nicht alles glauben, was einem vorgesetzt wird
Schreibstil: recht einfach, aber flüssig, gut zu lesen und Tempo aufbauend
Charaktere: wichtige Figuren sehr anschaulich, aber das Verhalten nicht immer nachvollziehbar
Spannung: war durchgehend vorhanden, allerdings manches vorhersehbar
Umsetzung: Tolle Ideen, aber von der Logik her leider etwas durchwachsen


Bewertung
 
http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/3%2F4%20Sonnen

© Aleshanee



Auch rezensiert von




Über die Autorin: Meredith McCardle studierte Journalismus und Theater, bevor sie – in einem Anflug praktischen Denkens – erkannte, dass Journalismus eigentlich nicht ihr Ding und Theater nicht mehr als ein Hobby für sie war. Danach machte sie ihren rechtswissenschaftlichen Abschluss in Boston und arbeitete sieben Jahre lang tagsüber als Anwältin, während sie nachts ihrer Leidenschaft als Schriftstellerin nachging. Nach der Geburt ihrer ersten Tochter 2009 gab sie den Job auf und widmet sich nun ganz dem Schreiben. Meredith lebt mit ihrem Ehemann, ihren zwei Töchtern und einem hyperaktiven Terrier in South Florida.
Quelle: Piper Verlag

Zeitenspringer Saga

1 ~ Die achte Wächterin
2 ~ Die Farbe der Zukunft


Kommentare:

  1. Schade dass es dir nicht so gefallen hat:)
    Ich finde Bücher wo solche Themen angeschnitten werden echt interessant, doch wenn es solche Logikfehler hat weiß ich ja nicht:/

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    1. Also 3.5 Sterne sind ja nicht schlecht ;)
      Insgesamt fand ich es wirklich gut, aber diese kleinen Unstimmigkeiten haben mich halt immer wieder gestört und die Glaubhaftigkeit vom Ganzen in Frage gestellt. Trotzdem ist es lesenwert und ich werd auch auf jeden Fall den zweiten Band lesen.

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  2. Huhu Alex :)

    dieses Buch liegt schon sehr lange auf meinem SuB, 2 Jahre sind es jetzt bestimmt. Ich sollte es wohl endlich mal in Angriff nehmen, denn es klingt schon gut... Auch wenn es dich nicht zu 100% überzeugen konnte. Aber das muss ja nicht heißen, dass es mir nicht super gut gefallen wird. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit ;D. Tolle Rezension, wie immer ♥.

    Liebe Grüße
    Insi Eule

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    1. Bei mir lag es auch schon viel zu lange auf dem SuB!

      Das war eins der geplanten Juli Bücher für das SuB-Leichen Motto - von denen ich ja keins lesen konnte ^^

      Es ist wirklich gut, aber mich wundert immer bei Jugendbüchern dieser fehlende Logikfaden. Als ob Jugendliche zu doof wären ... keine Ahnung. Jedenfalls hat mich das schon immer wieder ein bisschen genervt, aber im großen und ganzen ist es eine tolle Geschichte!

      Dankeschön ♥

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  3. Hey meine Liebe,

    schade, dass dich das Buch nicht komplett überzeugen konnte. Ich habe es auch schon im Regal stehen und bisher nur gutes darüber gehört. Vielleicht hat man dann einfach teilweise auch zu hohe Erwartungen, das ist immer meine Angst.
    Deine Rezi klingt aber im großne und Ganzen trotzallem recht positiv, sodass ich doch ganz neugierig auf die Story bin ;)

    Liebe Grüße, Ruby

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    1. Manchmal sind hohe Erwartungen auch gut - ich hab dann so ein positives Gefühl, wenn ich zum Lesen anfange, dass ich da oftmals über Dinge hinwegschaue, die mir ansonsten negativer aufgefallen wären :D

      Aber hier war es wirklich so, dass mich diese kleinen Logikschnitzer immer wieder überrascht und ein bisschen geärgert haben. Natürlich widerspricht sich Zeitreisen an sich, das mein ich auch gar nicht, aber eben andere Dinge, und natürlich was mit den Zeitsprüngen, aber ich will ja nicht spoilern. Lasst euch überraschen! Es gefällt ja vielen wirklich sehr gut! ;)

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